Ein RAID kann nach dem Ausfall eines HDD-Members noch degraded erreichbar oder bereits offline sein. Wir prüfen die Laufwerke einzeln, sichern instabile Member sektorbasiert und rekonstruieren den Verbund anschließend auf Arbeitskopien. Bei unklarer Fehlerlage sollte kein Rebuild auf Verdacht gestartet werden. RAID zur Analyse anmelden.
Ein RAID kann wegen eines ausgefallenen Members, mehrerer instabiler Laufwerke, eines Controller- oder Backplane-Problems, beschädigter Metadaten oder einer veränderten Konfiguration ausfallen. Auch ein abgebrochener Rebuild ist häufig eher Folge eines bereits instabilen Verbunds als die eigentliche Ursache. Für die weitere Planung ist deshalb der Zustand jedes einzelnen Members wichtiger als die Fehlermeldung des Arrays allein. Eine erste Beschreibung ist über die Online-Analyse möglich.
Bei einem RAID-Ausfall sollten Laufwerksreihenfolge und aktueller Zustand erhalten bleiben; Rebuilds oder Neuinitialisierungen sollten nicht auf Verdacht gestartet werden. Für eine erste technische Abstimmung erreichen Sie Raid Recovery Austria unter 0800 400 410 oder +43 5523 21616 .
Bei einem RAID werden die Member getrennt voneinander untersucht. Ein Laufwerk mit mechanischem Schaden kann eine Reinraumbearbeitung benötigen; andere Member lassen sich möglicherweise direkt sektorweise sichern. Erst wenn Arbeitskopien der benötigten Laufwerke vorliegen, werden Reihenfolge, Stripe-Größe, Parität und weitere RAID-Parameter rekonstruiert. Die eigentliche Dateisystemanalyse findet anschließend auf dem virtuell zusammengesetzten Verbund statt – nicht auf den Originalplatten.
RAID arbeitet unterhalb des Dateisystems. Je nach RAID-Level werden Blöcke auf mehrere Member verteilt, gespiegelt oder durch Paritätsinformationen ergänzt. Erst der daraus entstehende virtuelle Datenträger trägt das eigentliche Dateisystem – zum Beispiel NTFS, ReFS, ext4, XFS, Btrfs oder ein herstellerspezifisches Layout. RAID-Metadaten und Dateisystem-Metadaten sind deshalb zwei getrennte Ebenen.
Für eine Wiederherstellung muss zunächst der Verbund korrekt rekonstruiert sein. Erst danach lässt sich beurteilen, ob das Dateisystem selbst zusätzlich beschädigt ist. Reparaturprogramme auf einem falsch zusammengesetzten RAID können sonst neue Änderungen erzeugen und die ursprüngliche Struktur weiter verfälschen.
Ein Head-Crash betrifft zunächst die einzelne HDD, nicht automatisch den gesamten RAID-Verbund. Ob daraus ein Datenverlust entsteht, hängt vom RAID-Level, dem Zustand der übrigen Member und davon ab, ob bereits weitere Laufwerke ausgefallen oder instabil sind. Kritisch wird es, wenn der Verbund trotz eines mechanisch beschädigten Members weiterläuft oder ein Rebuild die verbliebenen HDDs zusätzlich belastet.
Ein mechanisch ausgefallenes Member macht ein RAID nicht automatisch unrecoverable. Bei RAID-Leveln mit Redundanz kann der Verbund unter Umständen aus den übrigen Membern rekonstruiert werden; maßgeblich ist, ob diese stabil und vollständig lesbar sind. Bei mehreren Ausfällen muss gegebenenfalls auch das beschädigte Laufwerk so weit wie möglich ausgelesen werden.
Bei einem mechanisch auffälligen RAID-Member keinen Rebuild starten. Laufwerksreihenfolge festhalten und den Verbund stoppen. Für eine erste Einschätzung erreichen Sie 0800 400 410 oder +43 5523 21616 über unsere RAID-Hotline.
Bei RAID-Fällen bestimmen nicht nur RAID-Level und Laufwerksanzahl den Aufwand. Relevant ist vor allem, wie viele Member tatsächlich defekt oder instabil sind und ob der Verbund bereits durch Rebuilds oder Konfigurationsänderungen verändert wurde. Die folgenden Werte bleiben Richtwerte (netto):
Nach der Analyse der Member erhalten Sie ein verbindliches Angebot für die notwendige Laufwerksbearbeitung und die anschließende RAID-Rekonstruktion.
Bei einem RAID sind Laufwerksreihenfolge, Seriennummern, Controllerinformationen und der Zustand jedes Members Teil der Ausgangslage. Ein Rebuild oder eine Neuinitialisierung kann diese Ausgangslage verändern. Deshalb werden die Member vor der eigentlichen Rekonstruktion möglichst einzeln gesichert.
Erst mit den Arbeitskopien wird das RAID virtuell zusammengesetzt und anschließend das Dateisystem ausgewertet. So lassen sich verschiedene Parameter testen, ohne die Originalplatten erneut zu beschreiben.